Für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung

«Für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung (Steuergerechtigkeits-Initiative)»

(Eidgenösische Volksinitiative)

Die Volksinitiative für eine Individualbesteuerung will mehr Fairness und Gleichstellung in unserem Steuersystem. Weil sich Teilzeitarbeit weniger lohnt, werden heute traditionelle Haushaltsstrukturen und Rollenmodelle bevorzugt. Mit der Steuergerechtigkeits-Initiative wollen wir Chancengleichheit. Bitte unterschreibe jetzt die Initiative!

Die wichtigsten Argumente, ...


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Für mehr Gerechtigkeit

In unserer Verfassung ist der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verankert. Heute wird das individuelle finanzielle Leistungsvermögen von gemeinsam besteuerten Paaren (Ehe / eingetragene Partnerschaft) steuerlich anders gewertet als dasjenige von Konkubinatspaaren / Alleinstehenden. Das individuelle finanzielle Leistungsvermögen kann steuerlich nur unabhängig des Zivilstands bemessen werden – deshalb braucht es endlich die Individualbesteuerung!


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Gegen die Heiratsstrafe

Das heutige Steuersystem kann dazu führen, dass die gemeinsam besteuerten Paare schlechter gestellt sind und mehr Steuern bezahlen als ein vergleichbares individuell besteuertes Konkubinatspaar («Heiratsstrafe»). Dies insbesondere dann, wenn beide Ehegatten einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Individualbesteuerung würde die Heiratsstrafe endlich beseitigen!


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Gleichstellung vorantreiben

Unsere Gesellschaft ist von Diversität geprägt und beinhaltet verschiedene partnerschaftliche Lebensmodelle. Die Individualbesteuerung wird allen Arten des Zusammenlebens gerecht. Damit würde auch das Steuerrecht endlich die Gleichstellung aller Lebensmodelle vorantreiben!


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Chancengleichheit schaffen

Das heutige Steuersystem begünstigt Ehen, in denen nur der eine Ehegatte seinem Beruf nachgeht und damit alleine für das Haushaltseinkommen sorgt. Insbesondere gut ausgebildete Frauen werden so vom Arbeitsmarkt abgehalten. Und wer dem Arbeitsmarkt lange fernbleibt, hat kaum mehr Karrierechancen. Die Individualbesteuerung setzt endlich die richtigen steuerlichen Erwerbsanreize. Damit hilft sie mit, den Fachkräftemangel zu beheben. Insbesondere schafft sie aber mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt.​

Argumente, Fragen und Antworten, Mythen

Initiativtext

Die Bundesverfassung[1] wird wie folgt geändert:

Art. 127 Abs. 2bis

2bis Natürliche Personen werden unabhängig von ihrem Zivilstand besteuert.

Art. 197 Ziff. 122

12. Übergangsbestimmung zu Art. 127 Abs. 2bis (zivilstandsunabhängigeIndividualbesteuerung)

Die Bundesversammlung erlässt die Ausführungsbestimmungen zu Artikel 127 Absatz 2bis spätestens drei Jahre nach dessen Annahme durch Volk und Stände.

 

[1] SR 101

[2] Die endgültige Ziffer dieser Übergangsbestimmung wird nach der Volksabstimmung von der Bundeskanzlei festgelegt.

Diese Initiative wurde lanciert von folgenden Komitee-Mitgliedern (nach Alphabet Nachname):

Name Position
Baumann MentariVizepräsidentin FDP Radigal
Bertschy KathrinNationalrätin Bern (glp) und Co-Präsidentin allianceF
Caroni AndreaStänderat Appenzell Ausserrhoden (FDP) und Vizepräsident FDP Schweiz
de Boer Esther-MirjamMitinhaberin und CEO von GetDiversity GmbH
de Quattro JacquelineNationalrätin Waadt (FDP)
Esseiva ClaudinePräsidentin BPW Schweiz und Stadträtin
Farinelli AlexNationalrat Tessin (FDP)
Fiala DorisNationalrätin Zürich (FDP)
Gapany JohannaSttänderätin Fribourg (FDP)
Giacometti AnnaNationalrätin Graubünden (FDP)
Herzog EvaStänderätin Basel-Stadt (SP) und ehem. Finanzdirektorin Basel-Stadt
Hess HansPräsident Swissmem (bis Ende 2020) und Vizepräsident economiesuisse
Jositsch DanielStänderat Zürich (SP) und Präsident Kaufmännischer Verband Schweiz
Landolt MartinNationalrat Glarus (Die Mitte) und Präsident BDP Schweiz (ab 1.1.2021 Die Mitte)
Markwalder ChristaNationalrätin Bern (FDP) und Geschäftsleitung FDP Frauen Schweiz
Metzler-Arnold Ruthalt Bundesrätin CVP
Müller MatthiasPräsident Jungfreisinnige Schweiz
Müller-Möhl CarolinaGründerin und Präsidentin Müller-Möhl Group und Müller-Möhl Foundation
Nantermod PhilippeNationalrat Wallis (FDP) und Vizepräsident FDP Schweiz
Noser RuediStänderat Zürich (FDP)
Riniker MajaNationalrätin Aargau (FDP
Sauter RegineNationalrätin Zürich (FDP)
Tschudi Sauber FranziskaCEO Weidmann Holding
Vincenz-Stauffacher SusanneNationalrätin St.Gallen (FDP), Präsidentin FDP Frauen Schweiz
Vogt ValentinPräsident Schweizerischer Arbeitgeberverband
Wüthrich Adrianalt Nationalrat Bern (SP), Präsident Travail.Suisse
Zopfi MathiasStänderat Glarus (Grüne)

Diese Initiative wird von folgenden Organisationen unterstützt:

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